Dienstag, 10. April 2012

Bärlauch: ich habs getan!

In meinem Garten wächst er herrlich. Der gute Bärlauch. Ich könnte den immer essen, so mag ich ihn. Und gesund soll er auch sein...

Aber ich wohne nicht alleine. Und wer frischen Bärlauch roh verzerrt, stinkt mindestens zwei Tage fast noch schlimmer als jemand, der eine ganze Knoblauchknolle roh verputzt hat. Leider ist Bärlauch nicht so nett wie Knoblauch. Wenn alle Knoblauch essen, muss keiner den Gestank der anderen ertragen... Bei Bärlauch ist das anders. Jeder Bärlauchfresser riecht auch andere Bärlauchfresser... Das ist eklig und traurig. Gut ist es, wenn man eine Verabredung hat, und unbedingt eine sexuelle Spannung verhindern will. Bärlauch ist das optimale Verhütungsmittel, denn wer nicht erstinken will, muss mindestens zwei Meter Abstand halten...

Wahrlich, es ist ein grausamer Geruch, und nichts für Menschen, die täglich Nähe brauchen.  Ich hab die Welt auf die nächsten Tage meiner ganz eigenen, persönlichen Glückseligkeit vorgewarnt. Wer mir in ein paar Stunden zu nahe kommt, kriegt Würgereiz.

Bärlauch schmeckt richtig gut. Etwas nach Knoblauch, mit leicht scharfer Note und wirkt so eigentümlich erfrischend. Mich belebt das edle Gewürz. Ich habe dann immer das Gefühl einem Jungbrunnen zu entspringen und frohlocke wie Aloisius auf seiner Wolke...

Ich mags auf Brot mit etwas edlem Öl, auf Aufstrichen und auch sonst in allen Varianten, und ich kann die Blätter auch einfach so in großen Mengen naschen... Leider gibts meinen Gartenliebling nur im Frühling.... aber mal ehrlich, mir stinken manche Menschen das ganze Jahr über... da darf ich doch wohl auch mal, oder?